Armenien für Naturliebhaber: Die besten Spots für Flora & Fauna in Dilijan und Jermuk

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von Reisefüchsin Helga Scheichelbauer

Erkunde Armeniens Naturparadiese Dilijan & Jermuk. Wandern, Wildblumen, Bären & unberührte Wälder – die schönsten Spots für Flora und Fauna.
Dilijan – Kultur- und Naturzentrum in der Armenischen Schweiz

Der berühmte Ferienort Dilijan liegt mitten im gleichnamigen Nationalpark, umgeben von dichten Wäldern und sanften Bergen. Nicht ohne Grund wird die Region gerne als „Armenische Schweiz“ bezeichnet. In deutschsprachigen Texten findet sich häufig die alternative Schreibweise Dilidschan. Auf Armenisch wird der Ort so geschrieben: Դիլիջան. 

Bereits um 1900 wurde hier zur Sommerfrische ein Open-Air-Theater eröffnet. Künstler wie der Komponist Dimitri Schostakowitsch fanden in Dilijan Ruhe und Inspiration. Typisch für die Stadt sind die historischen Häuser mit kunstvollen Holzveranden. Im Mittelalter entstanden zwei wichtige Klosteranlagen, Goschawank (Gotschawank) und Haghartsin, die heute beliebte Ziele für Wanderungen im Nationalpark Dilijan sind.

Natur pur: Wanderungen und Tierbeobachtungen im Nationalpark Dilijan

Der Nationalpark Dilijan ist reich an Tälern, Wäldern, Wiesen und Almen. Die Region zählt zu den artenreichsten Landschaften Armeniens.
Hier wachsen:

  • Wildblumen wie Orchideen oder wilde Tulpen
  • Kräuter wie wilde Minze und Johanniskraut
  • Bunte Mischwälder voller Vogelarten

Im Frühjahr kannst du an vielen Tümpeln auf quakende Frösche treffen – ein unerwartet idyllisches Froschkonzert. Das mag für viele Bergfreunde eine gute Gelegenheit für eine Rast sein.

Zur Tierwelt gehören unter anderem:

  • Springmäuse
  • Wildkatzen und Füchse
  • Wölfe
  • Braunbären
  • Selten: Luchse und Leoparden – laut Berichten existiert in der Grenzregion Armenien/Türkei eine kleine Restpopulation von rund 10 Tieren.

Der Reisefüchsins Begegnung mit einem vermeintlichen Hund – der sich als Bär entpuppte

Streunende Hunde gehören in Armenien zum Alltag. Kurz nach Sonnenuntergang lief ich einmal den Berg hinunter, als ich am Hang ein ungewöhnlich großes Tier bemerkte. Zunächst hielt ich es für einen Hund. Doch als das braune Tier den Kopf hob, erkannte ich: Es war ein Bär.

Er sah mich nur kurz an – und verschwand sofort über den Hang.
Diese Begegnung hatte ich am Berg Aytsasar bei Jermuk, direkt nach Sonnenuntergang.

Link zu Jermuk

Wilde Tiere in Armenien: Beobachten ja – aber mit Respekt

Tiere in freier Wildbahn zu sehen, ist ein Geschenk. Doch gerade bei Bären gilt: Sicherheitsabstand ist Pflicht.

Wichtig:

  • Niemals weglaufen – das löst den Jagdinstinkt aus.
  • Nicht provozieren, keine schnellen Bewegungen.
  • Wenn ein Bär wirklich auf dich zukommt:
    • Still stehen, ruhig bleiben
    • Dich klein machen bzw. „tot stellen“
    • Nicht schreien, nicht rennen

Bären sind schneller als Menschen und klettern auch schneller Bäume hoch – Flucht ist keine Option.

Infobox

Anreise nach Dilijan

Maschrutkas fahren täglich auch vom Zentralen Busbahnhof Jerewan nach Dilijan. Kostenpunkt: 1500 AMD

Weiterkommen aus Dilijan:

  • Abstecher Sevan–See: Auf der Schnellstraße nahe dem Städtchen Sevan halten Maschrutkas auf Wunsch – Tickets gelten jedoch für die gesamte Strecke Jerewan-Dilijan oder Dilijan-Jerewan. Für die Fahrt Dilijan-Sevan bezahlte die Reisefüchsin 1000 AMD. Vom Busbahnhof Sevan nach Jerewan war ein Ticket für 700 AMD erhältlich. Diese Maschrutkas fahren mehrmals täglich nach Jerewan und halten sogar direkt im Zentrum Jerewans.
  • Verbindungen gibt es auch über Wanadsor bis nach Alawerdi. Tipp: Die erste Maschrutka am Vormittag nehmen!

Das bezahlte die Reisefüchsin in Dilijan:

  • 3500 AMD pro Nacht im Hostel
  • 7000 AMD im Restaurant für Fischgericht inkl. Brot und Salat
  • 2600 AMD für Ausgaben im Supermarkt ( Brot und Gemüsegericht aus dem Glas, Kefir, Eiscreme, Saft, Birne, Kekse, Pizza aus dem Ofen)

Flora & Fauna – Beste Reisezeit

  • Frühling: beste Zeit für Blumen, Kräuter und Tierbeobachtungen
  • Wandern: ideal bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
  • Mögliche Sichtungen:
    • Wilde Tulpen
    • Schwarzstörche
    • Pferdespringer (Springmaus)
    • Braunbären
  • Luchse und Leoparden gelten als sehr selten; geschätzte Restpopulation: ca. 10 Tiere in der Grenzregion Armenien/Türkei.

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